Montag, 15. Juli 2013

Ich war in Berlin und hab erkannt dass ich Großstädte nicht leiden kann


"Jeder muss einmal dort gewesen sein", sagt man und deswegen bin ich mit einem Freund da auch mal hin.


Los ging es in Wien um 22:00 Uhr mit dem Nachtzug. Fahrtdauer 11 Stunden.
Wir hatten das Glück nette Menschen in unserem Abteil zu haben und konnten so ruhig schlafen, bis ich bemerkte das mein Freund in der Nacht zum Holzfäller mutiert.
Einige Stupser und ich schlief wieder, dafür war er jetzt munter
Als er wieder einschlief wachte ich natürlich (vermutlich mit dem restlichen Abteil) wieder auf.
Tja dann stupste ich ihn wieder und und und ..........

In Berlin angekommen war ich gar nicht so müde wie ich vorhatte zu sein und stelle schon am Bahnhof, welcher tausendmal größer ist als der Wiener-Westbahnhof,  fest dass wir hier nicht alleine sind.
Also erst mal auf in die Touristinfo und dann wurde mir schon klar was hier los ist:
Viele Touristen und viele Sachen die man angeblich mindestens einmal im Leben gesehen haben muss.
Also: U-Bahn und City-Tour-Bus-Ticket gecheckt und los gings.
Zu Mittag sind wir dann mit der U nach Kreuzberg gefahren und dort fanden wir dann einen Pizza und einen Waffel-Laden gefunden.
Wo genau das war kann ich nicht sagen, nur dass es extrem gut geschmeckt hat.

Am Abend  haben wir im Kartoffelkeller, in dem wir zuvor reservierten, gegessen.
Schon beim Reservieren war eine riesen Sprachbarriere zwischen mir und der freundlichen Kellnerin deutlich erkennbar.
Ich kam ins Lokal und sagte:" Wia dattn gern resaviern für ummara sieme"
Ganz klar mein Fehler!! Das mit dem "Resaviern" war nach einer Minute geklärt, aber da war noch das "für ummara sime", mit dem die Dame zu Beginn nichts anzufangen wusste. Sie glaubte dann zu wissen dass wir für sieben Personen reservieren hätten wollen, was mich ein wenig stutzig machte da ich doch noch gar nichts von der Personenanzahl gesagt hätte.
Aber auch das war schnell geklärt und so kamen wir um sieben Uhr zu zweit in den Kartoffelkeller, welcher einen netten Gastgarten hat (dieser war Gott sei Dank nicht auf Keller Niveau).
Als ich einen "Großen Gespritzen Apfelsaft" bestelle schaut mich die Bedienung, übrigens die gleiche wie beim reservieren, verdutz an und legte eine kurze Denkpause ein, worauf sie mir dann eine Apfelschorle vorschlug welcher ich ach nicht abgeneigt war ("is jo sowieso is söbe").

Nach dem Essen fuhren wir mit der S- und U-Bahn in unsere Jugendherberge.
Mein Freund startete wieder die Kettensäge und ich besorgte mir eine ordentliche Waffe um ihn in der Nacht aufzuwecken.
Diese benötigte ich dann nicht da mir ein bisher noch unbekannter Zimmerkollege zuvorkam.
Dieser war vermutlich Engländer und um die 50 Jahre alt.
Er weckte mich und meinen Freund auf (und jaaaa einer der wenigen Momente wo wir ZEITGLEICH tief und fest schliefen) und erklärt uns was er nicht alles von dem Geschnarche halte.
Ich übersetzte das für meinen Freund ,der noch mehr schlaftrunken war als ich.
Er war aber wenig Interessiert an dem Gelaber des Engländers was ich diesem dann auch höflichst mitteilte.
Dann gab der Engländer noch ärztlichen Rat und zum Schluss drohte er meinem Freund sogar, vor das Zimmer zu setzen.
Ich lachte laut worauf hin er schrie:"That´s not funny!"
Woher soll ich denn wissen was für einen Humor ein 50-jähriger Engländer hat?

Am Tag 2 machten wir dann eigentlich nichts mehr, außer Postkarten schreiben und am Bahnhof herumgammeln.
Nein doch da war noch was: Wir waren mit der S-Bahn am Wannsee.
Dieser ist etwas kleiner als der Attersee hat aber locker 10-mal so viele Segelbootstellplätze.......


noch ein kurzer Plank und dann gehts wieder ab nach Hause

Bei der heimfahrt lernte wir eine Russin kennnen die mit ihrem 10-Jährigen Kind schon durch halb Europa gereist ist.
Russisch ist eine gruslige Sprache: Immer wenn das Kind sprach und ich nicht hingesehen habe glaubte ich dass ein fremder Mann in unserem Abteil ist.

Die Kurztrip hat sich ausgezahlt weil ich jetzt Berlin gesehen habe und ich weiß dass ich nicht viel mit Großstädten anfangen kann.
Mama nannte mir sofort den Grund für meinen ausbleibenden Städtehype:"Bist hoit do mehr a Naturbursch"

Erster Post: Wenn ich Zeit habe ....

....schreibe ich hier, poste Bilder oder vielleicht sogar Videos.
Egal ob es ein Urlaub war, etwas dass mich beschäftigt oder sonstige Sachen die ich erlebt habe.
Der Name ist Programm: Ich poste nur wenn ich zeit habe, also eher selten und unregelmäßig.
Warum hier und nicht auf Facebook: Weil Facebook langweilig ist (und zugemüllt)